Dieter Schepp übernahm die Jungen und Mädchen ab 15 Jahren, Karin Boll war für das Grundlagentraining der 10 – 14jährigen verantwortlich. Durch ihren unermüdlichen Einsatz kam 1985 der erste große Erfolg mit dem 1. Platz in Baden-Württemberg. Dieser berechtigte die Teilnahme bei den Deutschen Schulmeisterschaften in Berlin, wo die Mannschaft einen sehr guten 5. Platz erreichte. Genau 2 Jahre später, 1987, waren es wieder die Hechinger Mädchen, die das Land Baden-Württemberg in Berlin vertreten durften. Hier erreichten sie von allen Bundesländern einen guten 7. Platz.

Ohne die Verbindung „Schule und Verein“ – die bestens klappte – wären diese Leistungen nicht möglich gewesen. Ohne die Vereinsarbeit hätten die SchülerInnen keine so guten Leistungen erreicht und ohne die Schulwettbewerbe wären die Schüler nicht in so großer Zahl in den Verein eingetreten.

Auch Tina Klein, die einige Jahre für den TV Hechingen startete, kam über die Schule zum TV Hechingen. Sie ist eine vielseitige Leichtathletin, hatte gute Ergebnisse im 100 m Lauf, im Hochsprung und Weitsprung, bevor sie sich zur Hürdenläuferin spezialisierte, die es neben zahlreichen Titeln zur Deutschen Jugendmeisterin brachte.

Zurzeit trainieren die Schüler und Jugendlichen unter der Leitung von Karin Boll, Friederike Boll und Michael Dietmann montags und freitags in der Kreissporthalle, im Sommer im Stadion und dienstags und donnerstags die Läufergruppe, Treffpunkt Waldlehrpfad.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Hechinger Leichtathleten, dass man immer gute Trainingsmöglichkeiten suchte, da die Hechinger Anlagen, gebaut 1960, schon lange nicht mehr zeitgemäß waren. So ist der Ruf nach einer Kunststoffbahn eigentlich schon 30 Jahre alt. Die Aussage eines Berichts von der Hohenzollerischen Zeitung vom 12.01.1979 gilt heute nach wie vor: „Ein besonderes Anliegen der LG Zollernalb ist der Bau von Kunststoffanlagen für die Leichtathletik. Die etwa neunmonatige Benutzung einer Kunststoffbahn bei nahezu jedem Wetter ist ein weiterer unbestrittener Trainings- und Wettkampfvorteil….“.

Vielleicht hat sich dieser Ruf in der Zwischenzeit schon überholt, denn die Hechinger Leichtathletik, die einmal eine äußerst starke Abteilung war, dümpelt momentan vor sich hin. Einerseits orientieren sich unsere Athleten, sobald sie etwas Leistung zeigen nach Tübingen, Balingen oder Bisingen, weil sie mit den Gegebenheiten in Hechingen nicht zufrieden sind. Andererseits ist die Leichtathletik momentan nicht mehr so ganz die Trend-Sportart.

Aber es kommt sicher auch wieder die Zeit, wo die Grundbewegungen des Menschen – nämlich das Laufen, Springen und Werfen – von den Jugendlichen neu entdeckt werden.

Der derzeitige Run hin zum Laufen, dem ausdauernden Laufen, sieht man an der starken Zunahme der Volksläufe, an den großen Beteiligungen an den Halbmarathon und Marathonläufen bis hin zu den Bergläufen.

Der Anfang dieses Trends in der Leichtathletikabteilung ist gemacht, eine Läufergruppe des Hechinger Turnvereins wurde gegründet. Friederike Boll, Ryham Heilani, Jens Kalmbach und Tobias Hauser haben ihren ersten Halbmarathon schon hinter sich.